Optimale Beleuchtung am Arbeitsplatz: Dein Leitfaden für 2024
Gutes Licht am Arbeitsplatz ist mehr als nur eine helle Lampe. Eine optimale Beleuchtung ist ein Zusammenspiel aus heller Grundbeleuchtung, einer gezielten Lampe für deine Aufgaben und möglichst viel Tageslicht. Entscheidend ist der Mix aus der richtigen Helligkeit (gemessen in Lux) und der passenden Lichtfarbe (in Kelvin), abgestimmt auf deine Tätigkeit. Nur so bleiben Konzentration und Wohlbefinden erhalten.
Warum die richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz entscheidend ist
Die Beleuchtung beeinflusst deine Leistungsfähigkeit direkter, als du denkst. Falsches oder unzureichendes Licht ist eine echte Belastung für Körper und Geist.
Wenn es zu dunkel ist oder eine Lampe blendet, müssen deine Augen Schwerstarbeit leisten. Das Ergebnis sind müde, trockene Augen und oft Kopfschmerzen, die deine Konzentration beeinträchtigen.
Die Verbindung von Licht und Leistung
Eine gut geplante Beleuchtung schafft eine Atmosphäre, in der du fokussiert bleibst und produktiv arbeiten kannst. Gutes Licht hält dich wach und unterstützt deinen Biorhythmus.
Die positiven Effekte sind klar:
- Mehr Konzentration: Ausreichend helles, blendfreies Licht hilft dir, bei der Sache zu bleiben.
- Weniger Ermüdung: Deine Augen werden spürbar entlastet.
- Geringere Fehlerquote: Wer Dokumente und den Bildschirm klar sieht, macht weniger Flüchtigkeitsfehler.
- Besseres Wohlbefinden: Eine angenehme Lichtstimmung hebt die Laune.
Eine optimale Beleuchtung am Arbeitsplatz ist eine ergonomische Notwendigkeit. Sie ist eine direkte Investition in deine Gesundheit und Leistungsfähigkeit.
Die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Das Bewusstsein für gutes Licht ist vorhanden. Eine Forsa-Umfrage zeigte, dass 94 Prozent der Befragten gutes Licht für wichtig halten. Die Realität in Büros sieht jedoch oft anders aus. Über die Hälfte der Unternehmen bietet kaum individuell einstellbare Lichtlösungen. Mitarbeiter bevorzugen oft eine Beleuchtungsstärke von 800 Lux oder mehr, obwohl die Norm nur 500 Lux vorschreibt. Mehr dazu findest du in den Erkenntnissen zur altersgerechten Beleuchtung auf i-magazin.com.
Dieser Leitfaden gibt dir das Wissen, um diese Lücke zu schließen. Ich zeige dir, wie du eine optimale Beleuchtung am Arbeitsplatz schaffst, die ergonomischen Standards entspricht und zu dir passt.
Die passenden Lichtquellen für deinen Schreibtisch auswählen
Eine einzelne Deckenleuchte allein schafft keine optimale Beleuchtung am Arbeitsplatz. Ein durchdachtes Lichtkonzept ist notwendig. In der Praxis hat sich ein Mix aus drei verschiedenen Lichtquellen bewährt.

Die Basis ist die Grundbeleuchtung. Sie sorgt dafür, dass der gesamte Raum gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Das erreichst du meist mit Deckenleuchten oder indirekten Lichtquellen.
Die drei Säulen der Arbeitsplatzbeleuchtung
Ein gutes Lichtkonzept baut auf diesen drei Elementen auf:
- Grundbeleuchtung (Ambient Lighting): Sie schafft eine allgemeine Helligkeit und vermeidet starke Kontraste zwischen deinem hellen Bildschirm und einem dunklen Umfeld.
- Platzbeleuchtung (Task Lighting): Eine gute Schreibtischlampe liefert gezieltes Licht genau dorthin, wo du es für deine Dokumente oder andere Tätigkeiten brauchst.
- Akzentbeleuchtung (Accent Lighting): Diese optionale Beleuchtung setzt gezielt Akzente auf Regale oder Bilder und trägt zur Atmosphäre bei.
Achte bei einer Schreibtischlampe auf praktische Funktionen wie Dimmbarkeit und einen flexibel verstellbaren Arm. So kannst du Helligkeit und Ausrichtung jederzeit anpassen. In unserem Leitfaden erfährst du, wie du die richtige Schreibtischlampe findest.
Das richtige Leuchtmittel und die passende Farbtemperatur
Bei den Leuchtmitteln hat sich die LED-Technologie durchgesetzt. LEDs sind energieeffizienter, langlebiger und liefern eine stabile Lichtqualität ohne Flimmern.
Die Farbtemperatur, gemessen in Kelvin (K), bestimmt, ob das Licht warm oder kühl wirkt:
| Farbtemperatur | Bezeichnung | Wirkung und Anwendung |
|---|---|---|
| Unter 3.300 K | Warmweiß | Schafft eine entspannte Atmosphäre für kreative Pausen. |
| 3.300 bis 5.300 K | Neutralweiß | Fördert eine sachliche, konzentrierte Arbeitsumgebung. Ideal für die meisten Bürotätigkeiten. |
| Über 5.300 K | Tageslichtweiß | Wirkt anregend und aktivierend. Ideal für Videokonferenzen oder detailorientierte Arbeit. |
Setze unterschiedliche Farbtemperaturen gezielt ein. Beginne den Tag mit neutralweißem Licht und wechsle zu tageslichtweißem Licht für maximale Konzentration.
Wenn du das Licht bewusst steuerst, unterstützt du deinen Biorhythmus und kannst deine Produktivität lenken.
Deine Beleuchtung richtig positionieren und Blendung vermeiden
Eine hochwertige Lampe allein macht noch keine optimale Beleuchtung am Arbeitsplatz. Falsch positioniert, kann sie mehr schaden als nutzen. Das größte Problem ist Blendung. Sie führt zu müden Augen und nachlassender Konzentration.

Direkte Blendung kommt von der Lichtquelle ins Auge. Indirekte Blendung entsteht durch Reflexionen auf glatten Oberflächen wie deinem Monitor. Beide Blendungsarten lassen sich mit einfachen Handgriffen vermeiden.
Die richtige Position deiner Schreibtischlampe
Die Ausrichtung deiner Schreibtischlampe ist entscheidend, um Schatten und Reflexionen zu vermeiden.
- Für Rechtshänder: Positioniere deine Schreibtischlampe auf der linken Seite. So wirft deine schreibende Hand keinen Schatten.
- Für Linkshänder: Platziere die Lampe auf der rechten Seite, damit deine linke Hand keine Schatten wirft.
Der Lampenkopf sollte so eingestellt sein, dass er dich nicht direkt anstrahlt. Richte ihn auf deine Tastatur oder den Arbeitsbereich vor dir. Das Licht sollte unterhalb deiner Augenhöhe auf die Tischplatte treffen.
Ein einfacher Praxistest: Setze dich normal an deinen Arbeitsplatz. Kannst du direkt in das Leuchtmittel blicken? Dann ist die Lampe falsch eingestellt. Der Lampenschirm sollte das Leuchtmittel aus deiner Sitzposition immer komplett verdecken.
Umgang mit Tageslicht und indirekter Blendung
Tageslicht ist die beste Lichtquelle, kann aber auch eine Blendquelle sein. Die Ausrichtung deines Schreibtisches zum Fenster ist daher entscheidend.
Stelle deinen Schreibtisch seitlich zum Fenster. So nutzt du natürliches Licht, ohne geblendet zu werden oder Reflexionen auf dem Monitor zu haben. Sitzt du direkt vor dem Fenster oder mit dem Rücken dazu, müssen sich deine Augen ständig an extreme Helligkeitsunterschiede anpassen.
Hier sind ein paar schnelle Lösungen:
- Jalousien oder Rollos nutzen: Damit kannst du starkes Sonnenlicht kontrollieren.
- Matte Schreibtischunterlage verwenden: Sie absorbiert Reflexionen von der Tischoberfläche.
- Monitor richtig ausrichten: Kippe oder drehe ihn leicht, bis keine Reflexionen mehr sichtbar sind.
Eine durchdachte Anordnung deines Arbeitsplatzes und der Lichtquellen kostet nichts, hat aber einen großen Einfluss auf dein Wohlbefinden.
Gesetzliche Vorgaben und empfohlene Lux-Werte verstehen
Die optimale Beleuchtung am Arbeitsplatz ist auch eine Frage gesetzlicher Vorgaben. Diese Regeln basieren auf ergonomischen Erkenntnissen und sollen eine sichere Arbeitsumgebung gewährleisten.
In Deutschland sind die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und die europäische Norm DIN EN 12464-1 maßgeblich. Sie definieren Mindestanforderungen für Helligkeit, Gleichmäßigkeit und Blendfreiheit.
Was bedeuten Lux-Werte in der Praxis?
Der Lux-Wert (lx) beschreibt, wie viel Licht auf einer Fläche ankommt, zum Beispiel auf deiner Schreibtischplatte. Je höher der Wert, desto heller ist der Bereich.
Für allgemeine Bürotätigkeiten schreiben die Vorschriften eine Mindestbeleuchtungsstärke von 500 Lux auf der Arbeitsfläche vor. Für feinere Aufgaben wie technisches Zeichnen steigt der empfohlene Wert auf 750 bis 1.000 Lux.
Diese Zahlen basieren auf Studien. Passendes Licht verbessert die Sehleistung, reduziert Ermüdung und senkt die Fehlerquote.
Empfohlene Beleuchtungsstärken (Lux) für verschiedene Tätigkeiten
Diese Tabelle zeigt die nach DIN EN 12464-1 empfohlenen Mindestwerte.
| Tätigkeitsbereich | Aufgabe | Empfohlene Beleuchtungsstärke (Lux) |
|---|---|---|
| Allgemeine Bürobereiche | Schreiben, Lesen, Datenverarbeitung | 500 lx |
| Technische Büros | Technisches Zeichnen, CAD-Arbeit | 750 lx |
| Feinmechanik & Elektronik | Montage feiner Bauteile, Kontrollarbeiten | 1.000 lx |
| Grafikdesign | Farbabgleich, Prüfung von Druckvorlagen | 1.500 lx |
Es lohnt sich, die eigene Tätigkeit zu betrachten und die Beleuchtung darauf abzustimmen.
Mehr als nur Helligkeit: Der Farbwiedergabeindex
Auch die Qualität des Lichts ist entscheidend. Der Farbwiedergabeindex (CRI oder Ra) gibt an, wie naturgetreu Farben unter einer künstlichen Lichtquelle im Vergleich zu Sonnenlicht (CRI von 100) aussehen.
- Für Büroarbeitsplätze ist ein CRI-Wert von über 80 vorgeschrieben.
- Das sorgt dafür, dass Farben nicht verfälscht wirken.
- Lampen mit einem CRI von über 90 bieten eine exzellente Farbwiedergabe.
Achte bei der Auswahl deiner Lampen auf Lux, Farbtemperatur und den CRI-Wert. Erfahre mehr über die gesetzlichen Vorschriften zur Arbeitsplatzbeleuchtung und wie du sie umsetzt.
Wie Licht deine Produktivität nachweislich beeinflusst
Eine optimale Beleuchtung am Arbeitsplatz ist eine wissenschaftlich belegte Investition in deine Konzentration und Leistung. Der Zusammenhang zwischen Lichtqualität, Produktivität und Fehlerquote ist klar nachgewiesen.

Gut geplantes Licht verbessert die visuelle Ergonomie, wodurch deine Augen weniger schnell ermüden. Das allein sorgt für eine längere Konzentrationsspanne.
Der direkte Einfluss von Helligkeit auf die Leistung
Zahlreiche Studien zeigen: Je höher die Beleuchtungsstärke, desto besser die Arbeitsleistung. Liegt die Helligkeit über dem Mindestwert von 500 Lux, können Menschen Aufgaben schneller und präziser erledigen. Die Fehlerquote sinkt, weil Details klarer zu erkennen sind.
Das ist besonders relevant für alle, die viel mit Zahlen, Texten oder Grafiken arbeiten. Eine helle und gleichmäßige Ausleuchtung steigert deine Arbeitsqualität.
Eine gezielte Verbesserung der Lichtverhältnisse ist eine effektive Methode, um die Produktivität kurzfristig zu steigern.
Human Centric Lighting als nächster Schritt
Ein fortschrittlicher Ansatz ist Human Centric Lighting (HCL). Dieses Konzept passt sich dem natürlichen Tagesverlauf an und unterstützt den Biorhythmus.
So funktioniert ein HCL-System:
- Morgens: Das Licht hat einen hohen Blauanteil und eine hohe Intensität. Das wirkt aktivierend und hilft dir, wach in den Tag zu starten.
- Nachmittags: Die Lichtfarbe wird wärmer und die Intensität nimmt ab. Das signalisiert dem Körper das nahende Tagesende.
- Abends: Warmweißes, gedämpftes Licht fördert die Erholung und bereitet auf den Schlaf vor.
Diese dynamische Anpassung stabilisiert unsere innere Uhr. Das verbessert die Konzentration am Tag und steigert das allgemeine Wohlbefinden.
Messbare Erfolge durch besseres Licht
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Lichtkonzepte wie HCL die Produktivität um bis zu 4,5 Prozent steigern können. Gleichzeitig lassen sich Fehler um 1 bis 2 Prozent reduzieren. Wie die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin bestätigt, steigt auch die Mitarbeiterzufriedenheit.
Diese Erkenntnisse sind im Homeoffice genauso wertvoll wie für große Büros. Erfahre in unserem Artikel, wie du das richtige Licht am Arbeitsplatz gegen Müdigkeit einsetzt.
Praktische Checkliste für deine Arbeitsplatzbeleuchtung
Mit dieser Checkliste kannst du deine aktuelle Lichtsituation analysieren und gezielte Verbesserungen vornehmen.
Die Grundlagen: Was sofort auffällt
- Beleuchtungsstärke prüfen: Lade eine Lichtmess-App herunter und halte dein Smartphone auf die Arbeitsfläche. Der Wert sollte mindestens 500 Lux betragen.
- Blendquellen identifizieren: Setze dich an deinen Arbeitsplatz. Spiegelt sich eine Lampe oder das Fenster im Monitor? Eliminiere alle direkten und indirekten Blendungen.
- Schattenwurf kontrollieren: Als Rechtshänder sollte die Schreibtischlampe von links kommen, als Linkshänder von rechts. So vermeidest du störende Schatten.
- Tageslicht optimieren: Dein Schreibtisch sollte seitlich zum Fenster stehen. So nutzt du natürliches Licht ohne Blendung.
Feinschliff für mehr Produktivität
Wenn die Grundlagen stimmen, geht es an die Details.
Gute Beleuchtung ist dynamisch. Passe sie über den Tag an deine Bedürfnisse an.
- Farbtemperatur anpassen: Für konzentrierte Arbeit ist neutral- bis tageslichtweißes Licht ideal (4.000 bis 6.500 Kelvin). Für kreative Pausen eignet sich wärmeres Licht.
- Kontraste ausgleichen: Schalte immer auch eine allgemeine Raumbeleuchtung ein, um harte Hell-Dunkel-Kontraste zu vermeiden. Das entlastet deine Augen.
Häufig gestellte Fragen zur Beleuchtung am Arbeitsplatz
Hier findest du schnelle Antworten auf typische Fragen zur Arbeitsplatzbeleuchtung.
Was ist der Unterschied zwischen Lux und Lumen?
Lumen ist die gesamte Lichtmenge, die eine Lampe ausstrahlt. Lux misst, wie viel von diesem Licht tatsächlich auf einer Fläche wie deiner Schreibtischplatte ankommt.
Für den Arbeitsplatz ist der Lux-Wert entscheidend, denn er beschreibt die Helligkeit an deinem Arbeitsort.
Welche Lampe eignet sich für ein Setup mit zwei Monitoren?
Für ein Setup mit zwei Monitoren sind breite, längliche Lampen wie Monitorleuchten oder Screenbars die beste Wahl. Sie leuchten die Arbeitsfläche gleichmäßig aus, ohne die Bildschirme anzustrahlen oder Reflexionen zu erzeugen.
Eine hohe Positionierung der Lampe verhindert, dass die Monitore Schatten werfen.
Wie erkenne ich störendes Lichtflimmern?
Flimmern ist oft mit bloßem Auge nicht sichtbar, kann aber zu Kopfschmerzen führen.
- Der Smartphone-Kamera-Test: Öffne die Kamera-App deines Handys.
- Auf den Bildschirm schauen: Richte die Kamera auf die Lichtquelle. Wenn du dunkle Streifen siehst, die durch das Bild wandern, flimmert die Lampe.
Schuld sind oft Schwankungen in der Stromversorgung bei günstigen LED-Leuchtmitteln. Hochwertige LEDs mit stabilen Treibern minimieren diesen Effekt.
Wie vermeide ich Reflexblendung auf meinem glänzenden Schreibtisch?
Hochglänzende Tischplatten können stark reflektieren. Die einfachste Lösung ist eine matte Schreibtischunterlage. Sie absorbiert das Licht, statt es zurückzuwerfen.
Alternativ kannst du deine Schreibtischlampe so positionieren, dass das Licht aus einem anderen Winkel auf die Fläche trifft.
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